„Warum bist du so fern, Herr?“ (Psalm 10,1).
Gott ist „unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not“ (Psalm 46,1), selbst wenn wir überwältigende Probleme durchleben, die uns fälschlicherweise glauben lassen, Er sei gleichgültig gegenüber unserem Schmerz. Diese schwierigen Zeiten sind kein Zeichen der Verlassenheit, sondern vielmehr von Absicht. Gott erlaubt es, dass wir an die Grenzen unserer Kräfte kommen, damit wir verborgene Schätze in der Dunkelheit und kostbare Gewinne in der Bedrängnis finden können. Selbst mitten im Leiden dürfen wir gewiss sein, dass Er bei uns ist, uns trägt und führt – auch wenn wir das oft erst klar erkennen, nachdem der Sturm vorübergezogen ist.
Diese Erfahrungen erinnern uns daran, dass es wesentlich ist, in Gehorsam gegenüber Gottes Geboten zu leben. Seine Gebote sind Ausdruck Seiner Liebe und Weisheit. Sie zeigen uns den Weg zu einem sinnvollen Leben, selbst in einer Welt voller Schmerz und Herausforderungen. Sie sind notwendig, weil sie von einem Gott kommen, der unsere tiefsten Bedürfnisse kennt und uns die wahre Glückseligkeit lehren möchte, die nur zu finden ist, wenn wir im Einklang mit Seinem Willen leben.
Jesus ist das größte Beispiel für Treue zu Gottes Geboten. In jeder Phase Seines Lebens zeigte Er, wie man dem Vater vertraut und gehorcht, selbst angesichts von Leiden und Ablehnung. So wie Jesus treu blieb, sind auch wir dazu berufen, dasselbe zu tun, im Vertrauen darauf, dass Gott niemals diejenigen verlässt, die sich entscheiden, Seinen Anweisungen zu folgen. Am Ende führt uns die Treue zu einer bleibenden Freude und zu einem Frieden, den nur Gott schenken kann. – Adaptiert nach Lettie B. Cowman. Bis morgen, so der Herr will.
Betet mit mir: Lieber Gott, es stimmt, dass mich die Stürme des Lebens oft das Gefühl geben, allein und hilflos zu sein. Dennoch weiß ich, dass Du meine Zuflucht und Stärke bist, auch wenn ich Deine Gegenwart nicht immer klar erkennen kann. Hilf mir, daran zu denken, dass Herausforderungen keine Zeichen der Verlassenheit sind, sondern Gelegenheiten, Dich auf tiefere Weise zu finden. Lehre mich, Dir zu vertrauen, auch wenn die Umstände schwierig sind, im Wissen, dass Du immer bei mir bist und mich bis zum Ende trägst.
Mein Vater, heute bitte ich Dich, in mein Herz den Wunsch zu pflanzen, in Gehorsam gegenüber Deinen Geboten zu leben, selbst in Zeiten von Schmerz und Unsicherheit. Gib mir die Kraft, auf Deinem Weg zu gehen, im Verständnis, dass jedes Gebot ein Ausdruck Deiner Liebe und Fürsorge für mich ist. Hilf mir, dem Beispiel Jesu zu folgen, der Dir in allem vertraute, auch im Leiden, und bis zum Ende treu blieb.
O heiligster Gott, ich bete Dich an und lobe Dich, weil Du mich niemals verlässt und weil Du die Bedrängnis in Sieg verwandelst. Danke, dass Du ein treuer Gott bist, der diejenigen führt und trägt, die sich entscheiden, Deinen Wegen zu gehorchen. Möge mein Leben eine Antwort der Dankbarkeit und Treue zu Dir sein, und möge ich die Freude und den dauerhaften Frieden erfahren, die aus Deiner Gegenwart kommen. Dein geliebter Sohn ist mein ewiger Fürst und Retter. Dein mächtiges Gesetz ist wie eine liebevolle Mutter, die mich stets mit Kraft und Glauben nährt. Deine Gebote sind wie Ströme lebendigen Wassers, die meinen geistlichen Durst stillen. Ich bete im kostbaren Namen Jesu, Amen.
























